Einzelberatung in der Psychologischen Yogatherapie

Die Einzelberatung ist ein wichtiges Element in der psychologischen Yogatherapie. Hier werden Menschen mit allen Instrumenten des ganzheitlichen integralen Yoga begleitet und individuell in Einzelsitzungen unterstützt.

Yoga wirkt im Allgemeinen durch eine regelmäßige Praxis nicht nur auf der körperlichen, sondern auch auf mentaler, emotionaler und seelischer Ebene. Diese Prozesse geschehen zum einen Teil bewusst, zum anderen Teil jedoch auch unbewusst.
Oftmals sind es die inneren Prozesse, welche besonders in schwierigen Lebensphasen nicht bewusst erfahrbar sind. Um alte oftmals unvorteilhafte Verhaltensmuster auflösen zu können sollen diese unbewussten Muster in das Bewusstsein hervorgehoben werden, um sie darauf hin transformieren zu können. Ein altes, vielleicht unbewusstes oder damals verdrängtes Gefühl kann demnach wieder einem Ereignis zugeordnet werden.

Mithilfe eines Therapeuten kann es nachweislich einfacher sein, zur Ursache des Leids zurückzugehen, um das Leiden zu transformieren.


Die Einzelberatung als Element der psychologischen Yogatherapie bringt die Gesprächspsychotherapie und den Yogaübungsweg, angelehnt an der humanistischen Psychotherapie, zusammen. Der Mensch als Individuum, wird als Ganzes gesehen und durch seine eigene innere Kraft zurück an seinen ursprünglichen unberührbaren Kern geführt, um wieder als Ganzes in Balance aufleuchten zu können.
Durch das therapeutische Konzept der Einzelberatung wird das persönliche Wachstum des Klienten gefördert und auch ggf. zum positiven transformiert.

Achtung: Die psychologische Yogatherapie ist nicht gleichzusetzen mit der Psychotherapie.

Die Grenzen zwischen Beratung in der psychologischen Yogatherapie und der Psychotherapie sind fließend. Die wichtigen Instrumente und therapeutischen Mittel der psychologischen Yogatherapie sind der ganzheitliche Yoga, individuell ausgerichtet und in allen seinen Formen angepasst, sowie häufig Meditation, Tiefenentspannung, Hypnose und Gesprächs- und Körpertherapie und -Arbeit zum Einsatz kommen kann.

Mit eingeschlossen sind zentrale Bestandteile der Gestalttherapie und der systematischen Therapie.
Hauptthema der Gestalttherapie ist der Kontakt zu sich selbst und zu anderen. Der Begriff „offene Gestalt“ beschreibt etwas „Inneres“, das noch gesehen und bearbeitet werden will, etwas verdrängtes, das noch nicht geheilt ist. Gestalttherapie schaut nicht allein auf die Krankheit und Störung (stellt dementsprechend auch keine Diagnose), sondern sieht die Person als Ganzes, arbeitet mit Kontakt und Gefühlen. Bei Sucht, Trauma, Essstörungen, Psychosen und anderen psychischen Krankheiten ist es ratsam sich parallel an einen Arzt zu wenden bzw. die Therapie von einem Arzt begleiten zu lassen.


Die Gestalttherapie als Element der psychologischen Yogatherapie

Die Gestalttherapie kommt aus der humanistischen Psychologie. Der Mensch existiert nicht als getrenntes Einzelwesen, sondern immer in Verbindung mit seiner Umwelt. „Umwelt“ und „Ich“ beeinflussen sind gegenseitig, brauchen sich gegenseitig und gestalten die Welt. Jede Person hat seine eigene individuelle Sichtweise, das eigene Erleben, in Kontakt zu gehen oder Grenzen im Erlebnis-Umweltfeld zu ziehen und so Kontakt zu vermeiden. Jede Person reagiert anders, bringt sich anders ein und drückt sich anders aus. In diesem Konzept von Figur und Grundbildung bedeutet das, dass jede Person selber entscheide, was im Hintergrund und Vordergrund der Wahrnehmung steht. Fokussiert wird das Erleben im Hier und Jetzt anstatt die Vergangenheit zu bewerten, zu interpretieren und in die Zukunft zu phantasieren und damit auch Selbsverantwortung zu übernehmen.
Ziel ist es unter anderem sich diesen inneren Abläufen, besonders der Vermeidungsmechanismen, bewusst zu werden. Ziel ist es auch, sich selbst anzunehmen, anstatt anders sein zu wollen.

Wogegen wir angehen, das verstärken wir, was wir ablehnen, kann sich nicht verändern (Martin Siems: Dein Körper weiß die Antwort)

Sei, was du bist! Be what you are!