Wie du deine Stressresistenz erhöhen kannst

Eine kleine Burnout Prävention: Anleitung um die eigene Resilienz zu erhöhen

Die Herausforderungen im Alltag besser meistern durch Resilienz (Stressresistenz).

Im Alltag erleben wir immer wieder bewusst und auch unbewusst Stressfaktoren, die zu einer Aktivierung des Flucht-Kampf-Mechanismus führen. Wird dieser zu oft und über einen längeren Zeitraum aktiviert, kann es zum Stresssyndrom oder auch zum Burnout führen. Doch auch der Burnout ist nur ein Schutzschild und spricht Warnung aus. Ist es bereits zum Burnout gekommen, wird es höchste Zeit die Resilienz zu schulen und zu entwickeln. Besser ist es natürlich die persönliche Resilienz vor einem möglichen Burnout zu entwickeln und zu erweitern. Stressfaktoren kann man im Allgemeinen durch Sport, einen gepflegten Freundeskreis und besonders auch durch Tiefenentspannung im Alltag reduzieren.

Geistige Einstellungen bei Stress:
Verschiedene Menschen reagieren bei gleichem Stresslevel unterschiedlich. In der Psychologie wurde die Korrelation von Faktor 1 Stress und Faktor 2 Gesundheit, Zufriedenheit und Leistung gemessen.
Nun gibt es unterschiedliche Typen von Menschen, die mit diesem Stress auch unterschiedlich umgehen.

Typ A: Steigt das Stresslevel, steigt auch die Leistung. Ab einem gewissen Punkt wird der Stress jedoch als zu viel wahrgenommen, als negativ bewertet und die Leistung fällt ab.

Typ B: Diese Person lässt sich vom Stress schnell triggern. Steigt das Stressniveau an, steigt die Leistung ebenfalls stark an. Es dauert eine ganze Weile, bis der Stress als negativer Disstress nicht nur körperlich, sondern auch psychisch wahrgenommen wird und dementsprechend die Leistung fällt.

Typ C:Beim Typ C ist das Stresslevel im Allgemeinen geringer. Die Leistung ist relativ gleichmäßig. Egal wie viel zu tun ist, die Leistung bleibt fast immer gleich. Wenn das Stressniveau sich erhöht, steigt die Leistung nur leicht an, sinkt dann jedoch, auch wieder nach einer gewissen Zeit.


Entwickeln von Resilienz (Stressresistenz):

1.Engagement: Mit Herz und Energie bei der Tätigkeit sein und Herausforderungen als Chance nutzen. Spaß und Freude erleben und im Hier und Jetzt sein durch Achtsamkeit.
Frage dich mal zwischendurch: Bin ich wirklich bei der Sache und erlebe Freude, bei dem was ich tue?

2. Selbstverantwortung/Selbstwirksamkeit: Verantwortung tragen und sich nicht hilflos fühlen. Eine dominierender Punkt gerade bei Depressionen ist die „Erlernte Hilflosigkeit“. Situationen unter Kontrolle haben, sich auch verantwortlich und als aktiver Handelnder fühlen.
Du könntest dich hierzu fragen: Habe ich mein Leben in festen Händen oder zumindest manche Aspekte meines Lebens unter Kontrolle?

3.Sinn in Tätigkeiten sehen:
Vertrauen, dass alles was geschieht zum Besten ist. Egal welcher Sinn gesehen wird, viel wichtiger ist, dass überhaupt ein Sinn gesehen wird. Oft kann nicht direkt etwas Sinnvolles in schwierigen Situationen gesehen werden. Wichtig und auch vorteilhaft ist, dass man sich diesen möglichen sinngebenden Situationen öffnet und sich nicht verschließt. Ein beliebter Satz, der diesen Punkt blockieren würde ist: Das kann doch keinen Sinn haben. Empirische Forschung zeigt dass Sinnsuchende eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, ein erfülltes Leben zu leben. Der Mensch strebt von Natur aus danach etwas Sinnvolles zu tun. Dieser Punkt kann durch viele unterschiedliche individuelle Vorlieben und Faktoren befriedigt werden; z.B. Gottvertrauen, Vertrauen in Natur und Evolution, Persönlichkeitsentwicklung, Karma als Gesetz von Ursache und Wirkung.
Menschen die langfristige Ziele haben, können mit Stress kurzfristig besser umgehen.
Frage dich: Wie viel Sinn sehe ich bei unterschiedlichen Tätigkeiten und bin ich bereit für diesen Sinn auch einige Dinge in Kauf zu nehemen?

4. Liebe zu sich Selbst, zu allen anderen Lebewesen und zum Leben generell:
Tiefe Liebe und Geborgenheit hilft Menschen besser Herausforderungen zu meistern und fördert die Lebensqualität stark. Soziale Unterstützung ist der passive Faktor der in diesen Punkt miteingeschlossen ist.
⇒ Frage dich gern selber: Liebe ich mich selber? Wie spreche ich zu mir? Habe ich Menschen die ich lieben kann und die mich lieben, so wie ich bin?

Wenn diese vielen Punkte verwirklicht werden, steigt die Stressresilienz auch im Alltag an. Dieser Beitrag ist eine zusammengefasste Verschriftlichung des 8 wöchigen Online Tiefenentspannungskurses 5a von Yoga Vidya durch Sukadev Bretz, dem Leiter des Ashrams Yoga Vidya in Bad Meinberg.

Mehr Informationen zum Yoga, zur Praxis von Resilienz findest du unter www.yoga-vidya.de