Die Brücke zwischen Yoga und Psychologie

Was verbindet Psychologie und Yoga?

Wahrscheinlich wissen die meisten ausgebildeten Psychologen und Psychotherapeuten was unter Yoga zu verstehen ist. Und bestimmt bist auch du schon des Öfteren mit dem breiten Themenfeld des Yogas in Kontakt gekommen –und dies ganz wahrscheinlich meist unbewusst.

Mit Psychologie hat jeder von uns tagtäglich zu tun…

Warum denkst, fühlst und handelst du so, wie du es gerade tust? Warum lohnt es sich, deine psychische Gesundheit und dein Selbst zu stärken und machst du das?

Du musst weder Psychologe noch Yogaexperte sein, um vielleicht beide Pole Stück für Stück in deinen Alltag zu integrieren.

Was du davon hast? Langfristig gesehen ein Leben voller Bewusstheit, Klarheit, Dankbarkeit, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

Wollen wir das nicht alle? Und genau aus diesem Grund überfluten uns die Medien mit neuen Detoxkuren, Diäten und Gesundheitsartikel, die uns scheinbar glücklicher machen und helfen, unserem “Ziel“ näher zu kommen. Die Wirtschaft läuft dank Pharmaindustrie auf Hochturen. Die Nachfrage an psychologischer Beratung sowie Psychopharmaka nimmt immer mehr zu. Depressionen sind zur Volkskrankheit geworden und gehören damit zu den meist unterschätzten Erkrankungen weltweit.

Yoga lässt sich, wirtschaftlich gesehen, schlechter verkaufen, ist jedoch eine einfache und schnelle Methode deine wahren Potenziale und Stärken zu betonen, sowie deine Selbstheilungskräfte zu stärken. Wie in der Psychologie geht es hier nicht nur um die Analyse deiner Probleme, sondern vielmehr um die Einsicht und Klarheit im Leben, die Möglichkeit der Veränderung sowie die Liebe zu deinem Selbst und deinen Mitmenschen. Deine noch unentdeckten und eingeschlafenen Potenziale und Stärken werden erweckt, sodass du dein Leben so leben kannst, wie du es dir immer gewünschst hast. Yoga ist vermutlich das älteste Übungssystem der Welt, was du sicherlich schon mal gehört hast. Erste Schlagworte, die dir vielleicht jetzt auf der Zunge liegen sind Entspannungsverfahren, Körperbewusstsein und die Auseinandersetzung mit deinem Selbst, deiner Psyche.

Weiterhin arbeiten Yogis durch ihrer täglichen Sadhana, der spirituellen Praxis, der geistigen Übung als Mittel zur Erlangung der eigenen höchsten Wahrheit, meist tief psychologisch.

 Yoga ist nicht gleich Psychologie, Psychologie ist nicht gleich Yoga.

Yoga bedeutet wörtlich übersetzt Harmonie und Einheit und ist eine sehr alte indische Philosophie.

Psychologie hingegen ist weder esoterisch noch spirituell, sondern eine empirische Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen.

Trotzdem ist beides sehr eng verbunden, gerade in der Humanischen und Klinischen Psychologie wird deutlich, wie ähnlich die jeweiligen Glaubensansätze und Grundannahmen doch sind. Gerade in der Psychotherapie werden Yogatechniken gern genutzt um Körper und Geist wieder in ihr ursprüngliches Gleichgewicht zu bringen und so die Ebenen Körper und Geist ganzheitlich zu verbinden.

Die Brücke, die den Yoga mit der Humanistischen Psychologie verbindet, ist die Ganzheitlichkeit, das Streben nach Autonomie und Selbstverwirklichung. Die Kräfte der Natur, die auch in dir stecken, können dabei dankbar genutzt werden. Die Basis dafür ist deine subjektive Wahrnehmung denn, du siehst die Welt nicht wie sie ist, du siehst die Welt wie du bist.

Die Umwelt wird durch unsere eigene Perspektive und Sichtweise so geschaffen, wie es für uns individuell gerade richtig ist, auch wenn wir das oftmals nicht direkt so wahrnehmen können. „Warum musste mir genau heute die Einkaufstüte reißen, wo ich es doch so eilig hatte?“ Unsere Gefühle und Verhaltensweisen sind ziel- und sinnorientiert. „Ich möchte das heute noch erledigen. Das fühlt sich dann besser an.“

Nach diesen Ansätzen strebst du von Natur aus. Hierzu gehören Kraft zur Selbstbestimmung, Unabhänigkeit und Freiheit, du hast das ständige Bedürfnis deine eigenen Möglichkeiten zu verwirklichen und auszuschöpfen.

„Jedes Individuum existiert in einer sich ständig ändernden Erfahrungswelt, deren Mittelpunkt das Individuum selbst ist:“ (Carl Rogers, US-amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut)

 Wenn wir unsere besonderen Eigenschaften in jedem von uns wieder entdecken, diese stärken und uns damit beschäftigen, lernen wir von alleine diese wieder individuell zu nutzen und zu erweitern.

Damit können nicht nur psychosomatische Erkrankungen vorgebeugt werden, man bleibt auch gesund und glücklich dabei. Durch die Auseinandersetzung mit dem Selbst und durch tief psychologisches Yoga verlierst du auch in schwierigen Lebenssitualtionen nicht den Kopf, die Positivität und das Wissen, positive Anlagen weiterhin zu erkennen, gezielt zu nutzen und zu erweitern.

 Jedes Leben hat einen individuellen Sinn, welcher in jeder Hinsicht bereichert werden kann, ob im Alltag, in Beruf und Familie, in zwischenmenschlichen Beziehungen und in der Erfüllung deiner inneren Sehnsucht nach echter Befriedigung auf einer höheren Ebene.

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